SEO im E-Commerce: Was hilft wirklich?

Zum Thema Suchmaschinenoptimierung finden wir auf Internetseiten und in Fachliteratur unterschiedlichsteTipps und Tricks. Allein Google wirft 572.000 Treffer bei der Eingabe von SEO aus. Wir zeigen Ihnen, was funktioniert und was Sie als Online-Händler tun können, damit Ihr Webshop auch tatsächlich gefunden wird.

Suchmaschinenoptimierung ist ein Dauerthema im Online-Handel. Kein Wunder, hat doch eine Studie von Statista erst wieder bestätigt, dass Google, Bing und Co. die erste Wahl sind, wenn Kunden auf die Suche nach Online-Shops gehen. Mit einem Marktanteil von rund 90 Prozent ist Google dabei mit weitem Abstand die beliebteste Suchmaschine in Deutschland. Selbsternannte Experten wollen immer wieder den Algorithmus des Internetriesen geknackt haben und bieten ihre Geheimtricks an. Janina Pielken von w&co Media Services rät, von solchen Angeboten die Finger zu lassen. Doch was funktioniert in der Praxis?

Der Internetriese verändert und modernisiert ständig den eigenen Algorithmus. Das Ziel: Solide Arbeit in Content-Erstellung und Website-Programmierung soll belohnt werden. Versuche hingegen, den Algorithmus mittels Trickserei zu überlisten, werden von Google erkannt und entsprechend abgestraft. Die Suchmaschine selbst hat dazu Richtlinien für Webmaster veröffentlicht. Hier sind die fünf Tipps von Janina Pielken, die Sie ab sofort anwenden und direkt umsetzen können:

Tipp 1: Inhalt und Qualität entscheiden.

Website-Besucher und Suchmaschinen lassen sich nicht täuschen. Qualität ist gefragt mit Texten, die Informationen vermitteln und nicht nur plump Keywords streuen. Bilder, Infografiken und Videos sollten inhaltlich etwas aussagen und nicht nur schmückendes Beiwerk sein. Echter Content und Inhalte dieser Art erzielen „Organic Traffic“ und werden über unterschiedliche Kanäle entsprechend verlinkt und empfohlen. Das belohnen Suchmaschinen mittels Semantic Search mit einem hohen Ranking.

Kurz: Es zählt Content-Qualität – echter Nutzen für Leser zu einem klar definierten Themengebiet.

Tipp 2: Nur Kontinuität in der Qualität schafft nachhaltiges Vertrauen.

Kompetenz unter Beweis stellen, Vertrauen in die Seriosität der Inhalte schaffen, sich als bevorzugte Quelle zu definierten Themen etablieren: Dies gelingt nur mit einer langfristig angelegten Content-Strategie. Sie bestimmt, auf welche Weise, mit welchen Mitteln und in welcher Frequenz die unterschiedlichen Facetten eines Themas dargestellt werden. Nachhaltig umgesetzt, verschafft die Content-Strategie Websites und zugehörigen Social-Media-Kanälen eine herausragende Position. Sie trägt zur „Domain Authority“ bei und forciert damit weiter wertvollen „Organic Traffic“.

Kurz: Am Anfang jeder SEO-Strategie steht eine durchdachte, langfristig angelegte Content-Strategie

Tipp 3: User-Signale ernst nehmen.

Die Absprungrate beziehungsweise die Verweildauer sind essenzielle User-Signale für eine kontinuierliche Verbesserung der Website in technischer und inhaltlicher Hinsicht. Eine fundierte Analyse der Gründe für schnelle Absprungraten beziehungsweise Bounce Rates ist unverzichtbar, um Schwächen einer Website zu identifizieren und konsequent abzubauen. Aspekte wie Responsive Design, Ladezeiten und intuitive Benutzerführung in Kombination mit relevanten Inhalten sind ebenso bekannt wie fundamental wichtig. Denn kundenorientierte Verbesserung in diesen Punkten erhöhen die Verweildauer von Usern und signalisieren Google, dass die User mit den Suchergebnissen zufrieden sind.

Kurz: Ein ehrlicher Blick auf Analysedaten ist das Mittel der Wahl, um User-Bedürfnisse zu verstehen, SEO zu verbessern und letztlich auch eine überzeugende Customer Experience Journey zu entwickeln.

Tipp 4: Einfache, klare Menüführung auf Desktop und Smartphone sind zwingend. 

Durch die Google-Prämisse ‚Mobile First’ müssen Website-Layouts auf Smartphones und Desktop-Bildschirmen gleichermaßen funktionieren. Bei Responsive Design geht es allerdings nicht nur um Darstellungsfragen. Wesentlich ist, dass Inhalte in ihrer Struktur und Aufbereitung mobil und für alle Screen-Größen komfortabel zu konsumieren sind und die Benutzerführung, Menüstruktur, Links, Bestellformulare etc. entsprechend gestaltet werden.

Kurz: An mobile-optimierten Websites führt kein Weg vorbei, unabhängig davon, ob aktuell über Smartphones Umsätze generiert werden.

Tipp 5: Software situationsbedingt anpassen.

E-Commerce-Software und Content-Prozesse – die richtige Systemumgebung entscheidet darüber, ob SEO-relevante Qualitätsanforderungen effizient und zu wirtschaftlichen Konditionen umgesetzt werden können. Scheinbar ist dieser Aspekt nur indirekt mit SEO verbunden. Doch die Praxis zeigt: Die eingesetzte Software muss zur E-Commerce-Strategie und der Zielgruppe passen, gleichzeitig erfordern die Abläufe im Content-Management eine zentrale, plattformorientierte Steuerung mit Automatismen und Standards. Dies erlaubt es, Qualität in jeder Hinsicht systemgestützt sicherzustellen. Das heißt: SEO-Maßnahmen sollten für alle digitalen Kommunikationskanäle granular definiert weden, in Workflows abgebildet ein und sich somit auch umfassend durchsetzen.

Kurz: SEO ist nicht nur Taktik. In der Praxis müssen die Maßnahmen mithilfe entsprechender technischer Infrastrukturen auch mit einem hohen ROI umsetzbar sein.