Handelsketten führen elektronische Preisschilder ein

In den letzten Jahren hat der Einsatz von elektronischen Preisschildern (ESL) signifikant zugenommen. Die Praxis zeigt, dass sich die Verwendung von ESL in den verschiedenen Bereichen lohnt. In Läden mit herkömmlichen Preisschildern muss jede einzelne Etikette vom Personal ausgewechselt werden. Angesichts zahlreicher Produkte werden schnell mehrere Stunden Arbeit daraus. Durch die neue Technologie wird also viel Zeit gespart, die vom Personal für andere Aufgaben wieder eingesetzt werden kann.

Einige große Handelsketten haben diese Faktoren erkannt und entschieden, auf die bewährte Technology von imagotag und Bison zu setzen. Die Bison liefert hierfür das Komplettpaket bestehend aus eigener Steuerungssoftware und Labels von imagotag. In vielen Märkten werden nach kurzer Rollout-Phase bereits Bison ESL Lösungen erfolgreich eingesetzt.

Wie ESL funktioniert

Seit rund 20 Jahren gibt es elektronische Regaletiketten. Die ersten waren nur mit grossem Aufwand zu installieren, zu betreiben und zu benutzen. Sie konnten über die Segmentanzeige nur den Preis bzw. Zahlen anzeigen. Verkabelung, Kommunikationstechnologie und Stromversorgung waren weitere Herausforderungen. Dank der neuen E-paper-Technologie sowie der Entwicklung von optimierten Wi-Fi-basierenden Kommunikationsprotokollen sind jetzt elektronische Regaletiketten auf dem Markt zu finden, welche grundsätzlich wie ein Papier am Regal erscheinen, jedoch sich wie ein Bildschirm verhalten. Neben dem Preis können zusätzliche Informationen dargestellt werden, wie zum Beispiel, Produktbeschreibung, Grafiken, Bilder, QR-Codes, Barcodes usw., und am Regal können die ESL zusätzlich zur Werbekommunikation verwendet werden.

Ein typisches ESL-System

Die technische Infrastruktur für ein ESLSystem ist mit der Bison/imagotag-Kombination minimal. Für einen durchschnittlichen Markt von ca. 2500 m2 benötigt man vier bis sechs Sendergeräte, die über einen Rechner angesteuert werden, welcher in den meisten Fällen im Markt bereits vorhanden ist. Damit können typischerweise 20.000 oder mehr elektronische Etiketten bespielt werden. Beim Einsatz von ESL gibt es verschiedene Topologien. Der entscheidende Faktor ist, wo findet die Datenversorgung für die Etiketten statt.

In der On-Premise-Topologie hat jeder Markt seine eigene Warenwirtschaft und dabei werden die Preisdaten lokal in den Filialen gepflegt und aktualisiert. Dazu bekommt jede Verkaufsstelle einen ESL-Server der die Schnittstelle zwischen Warenwirtschaft und Etiketten anbietet.

Für Händler mit mehreren Verkaufsstellen wird oft eine Cloud-Lösung bevorzugt. Hier wird nur ein zentraler ESL-Server konfiguriert, wo alle Standorte abgebildet werden. Die zentrale Warenwirtschaft liefert Produktund Preisdaten an den ESL-Server, der sie direkt über die Cloud beziehungsweise das Firmennetzwerk an die ESL-Infrastruktur in den Märkten vermittelt. Die Bison ESL-Enterprise-Software erlaubt es Unternehmen eine Mischung aus beiden Szenarien einzuführen. So führen manche Unternehmen zentralisierte Systeme ein, andere setzen auf lokale On-Premise-Lösungen.

Die ESL-Server-Infrastruktur wäre nichts ohne die entsprechende Fähigkeit das komplette System direkt an der Ware, beziehungsweise am Regal zu steuern. Dafür bietet die Bison ihre State of the Art-Store App an. Basierend auf iOS- oder Windows-Umgebung kann mittels eines Handscanners direkt am Regal die Verheiratung der Etiketten mit dem Produkt stattfinden.

Weitere Funktionen wie die Auswahl des entsprechenden Etiketten-Layouts, die Abfrage des Etiketten- Status, die Produkt-Etiketten-Trennung, die Zuweisung der Nachfolgeartikel sind auf der Store-App auch möglich. Die App ist kompatibel mit den von Bison vertriebenen Linea- Scanneraufsätzen für Apple iOS-Produkte. Zusätzlich sind Varianten für diverse Standard Windows-Mobile-Geräte erhältlich.

Schlussfolgerung

Es zeigt sich, dass Preisschilder im elektronischen Format als statische Preis- und Produktdaten- Anzeige gelten und wie ein versatiles Kommunikationsmedium zum Kunden wahrgenommen werden. Mit der richtigen Smartphone-Applikation, welche die NFCFunktionalität benutzt, kann ein Einkäufer im Markt seinen Warenkorb online erstellen und über den Webshop direkt vom Händler nach Hause liefern lassen.

Verschiedene Handelsketten bis hinunter zu selbständigen Metzgereien haben sich in letzter Zeit dazu entschieden ESL einzusetzen, denn eine Investition in ESL lohnt sich. Die Technologie ist reif, der Bedarf bewiesen und die Vorteile eindeutig. Hinzu bieten die Software-Umgebungen, wie zum Beispiel Bison ESL-Manager, Werkzeuge, die den Betrieb der elektronischen Labels transparent machen, die Preisänderungen optimieren und so den Aufwand für das Marktpersonal signifikant minimieren.

Der Aufwand eines Umstellungsprojektes von Papier auf Elektronik ist als eher gering einzustufen. Die Umstellung selbst kann mit wenigen Störungen im Tagesgeschäft stattfinden. Supermärkte mit 20.000 Artikeln können innerhalb von wenigen Tagen ohne Geschäftsunterbruch mit ESL bestückt werden. Die Wahl eines bewährten und soliden Partners ist für den Erfolg des Projektes massgebend.

Dabei lohnt es sich auf einen Partner wie Bison zu setzen, der bereits weitreichende Erfahrung im ESL-Bereich hat, ein ausgewiesener Spezialist in der Branche des Handels ist und für permanente Innovationen im ESL-Umfeld sorgt. Dazu zählen Geo- Lokation mit Hilfe von Planogrammen, NFC Shopping, Indoor-Navigation etc.

Autor: Erik Haas, Product Line Manager ESL www.bison-retail.com